Agrarexport

Raiffeisenverband setzt auf Diversifizierung

Die durch den Importstopp ausgelösten negativen Folgen für den Agrarsektor konnten teilweise kompensiert werden, sagt der Hauptgeschäftsführer des DRV, Dr. Henning Ehlers. Dennoch würden auch die genossenschaftlichen Unternehmen weiter darunter leiden. Ehlers begrüßt die zahlreichen Gespräche zur Aufhebung der Sanktionen, zuletzt im Juli 2016 durch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt in Moskau. Doch leider seien sie bisher erfolglos verlaufen.

Höherer Absatz - niedrigere Preise

Daher würden auch die Mitgliedsunternehmen des DRV mit Unterstützung durch Politik und Administration die Erschließung neuer Drittlandsmärkte vorantreiben. Dabei seien Erfolge in China und anderen asiatischen Ländern zu verzeichnen. Sowohl für Fleischwaren als auch Molkereiprodukte zeigten sich wieder steigende Absatzzahlen, allerdings auf niedrigerem Preisniveau.

Fokussierung birgt Risiken

Die Fokussierung auf wenige Drittlandsmärkte sei immer mit Risiken verbunden, betont Ehlers. Daher habe die Erschließung neuer Zukunftsmärkte für den DRV und seine Mitgliedsunternehmen weiterhin hohe Priorität. Die Einbindung der deutschen Agrarwirtschaft in die internationalen Warenströme müsse vorangetrieben werden. Dazu sei es notwendig, insbesondere die nicht-tarifären Handelshemmnisse möglichst rasch und dauerhaft abzubauen. In diesem Zusammenhang gewinne auch der Abschluss des transatlantischen Handelsabkommens TTIP an Bedeutung. (jst)
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