Der englische Guardian berichtet von einem geplanten Verbot von Pflanzenschutzmitteln, die die neonicotinoiden Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam enthalten. Die Wirkstoffe stehen in Verdacht, wesentlichen Einfluss auf das „Bienensterben“ und das anderer Nutzinsekten zu haben.

Seit 2013 hat die EU-Kommission die Anwendung von neonicotinoiden Rapsbeizmitteln, die diese Wirkstoffe enthalten, eingeschränkt. Bis Januar 2017 sollte die europäische Lebensmittelbehörde Efsa eine Neubewertung der Risiken der neonicotinoidhaltigen Insektizide beim Einsatz zur Saatgutbehandlung und als Granulat vornehmen. Laut Guardian beruht der geplante Vorschlag der EU-Kommission für ein komplettes Verbot auf einer Stellungnahme der Efsa, deren Ergebnisse mit wissenschaftlichen Einschätzungen der WIA und EASAC (European Academies‘ Science Advisory Council) über die mit Neonicotinoiden verbundenen Gefahren übereinstimmen.

Dem Bericht zufolge soll das Verbot von Neonicotinoiden für die Anwendung im Freiland gelten. In Gewächshäusern bleibe der Einsatz erlaubt. Das Verbot könnte noch in diesem Jahr in Kraft treten. Dazu muss eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten in ihrer Sitzung am 17. und 18. Mai das Verbot genehmigen. Ist das der Fall, dürften die Produkte Clothianidin und Imidacloprid von Bayer sowie Thiamethoxam von Syngenta nur noch in Gewächshäusern verwendet werden. (da)
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