Treibhausgasminderung

Rapserzeuger stellen sich besser

Je nach Region erhält der Raps einen spezifischen Treibhausgaswert
-- , Foto: VDB
Je nach Region erhält der Raps einen spezifischen Treibhausgaswert

Ab Januar 2015 gilt in Deutschland statt der bisherigen Beimischungsquote für Biokraftstoffe ein Mindestwert für die Absenkung von Treibhausgasen. Mineralölanbieter haben dann die freie Wahl, mit welchem Biokraftstoff sie die geforderte CO2-Einsparung erreichen wollen. Für Biodiesel aus Raps können Landwirte selbst Einfluss nehmen, damit dieser Kraftstoff günstiger als bisher bewertet wird.

Die Ufop empfiehlt, in der Selbsterklärung für den Nachhaltigkeitsnachweis die Region anzugeben, in dem der Landwirt den Raps anbaut. Maßgeblich ist die EU-Einteilung nach NUTS-Regionen.

NUTS-Wert günstiger
Rapsanbauer sollten in der Selbsterklärung statt des EU-Standardwertes für die CO2-Emmissionen einen regionalen Wert eintragen. In Deutschland ist dafür die EU-Einteilung in 39 NUTS2-Gebiete maßgeblich. In allen diesen 39 Gebieten liegt der für den Rapsanbau berechnete Wert für die Emissionen um einiges niedriger als der bisherige Standardwert. Das bedeutet, dass mit dem regionalen Wert eine höhere Treibhausgasminderung bei der Verwendung von Biodiesel dokumentiert werden kann. (db)
Die Anbieter des Zertifizierungssystems Redcert haben im Internet ein kleines Programm erstellt, in dem Landwirte durch die Angabe des Kfz-Kennzeichens mit einem Klick die eigene NUTS-Region finden. Dort lässt sich der regionale Wert entweder als Kohlendioxidausstoß bezogen auf das Gewicht (Tonne) oder auf den Energiegehalt (MJ) für alle relevanten Rohstoffe für Biokraftstoffe finden.

Die Ufop weist darauf hin, dass der regionale NUTS-Wertes für die Vermarktung von Raps für die Biodieselherstellung wesentlich günstiger ist als der bisher in der Selbsterklärung angegebene pauschale EU-Wert. (db)
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