Forschungsprojekt

Regelenergie aus Wind- und Solaranlagen

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel haben zusammen mit Partnern neue Werkzeuge und Verfahren entwickelt, mit denen Wind- und Solarparks zukünftig Regelleistung bereitstellen können. Mit der Übernahme solcher systemrelevanten Funktionen sind auch zusätzliche Erlöse möglich, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster.

Im Zuge der voranschreitenden Energiewende sind die erneuerbaren Energien gefordert, Regelenergie zu liefern. Mit dem wichtigen Instrument halten die Übertragungsnetzbetreiber die Stromversorgung stabil. Bisher fehlt es aber an Werkzeugen und Verfahren sowie Rahmenbedingungen, mit denen Wind- und Solaranlagen wirtschaftlich und zuverlässig Regelleistung erbringen können. Diese Aufgabe haben bisher konventionelle Kraftwerke übernommen. Die nun erarbeiteten Lösungen schließen diese Lücke, so das IWR.

Das Projekt wurde vom Bundeswirtschaftsministerium sowie von der Forschungsinitiative ‚Stromnetze‘ der Bundesregierung finanziert. „Wir haben gezeigt, dass es prinzipiell möglich ist, auch mit gemischten Portfolien aus Wind- und Solarparks Regelleistung bereitzustellen. Die Ergebnisse können nun von den Netzbetreibern aufgegriffen werden, um entsprechende Richtlinien zu formulieren", erklärt Projektleiter Dr. Reinhard Mackensen vom IWES. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit würden nun auch in das internationale Kooperationsprojekt ‚REstable‘ einfließen. Hier untersuchen Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich und Portugal, wie Erneuerbare-Energien-Anlagen in grenzüberschreitender Zusammenarbeit Systemdienstleistungen erbringen können. (Sz)
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