Sachsen-Anhalt

Regierung darf keine Steine in den Weg legen

Prof. Fritz Schumann, Frank Zedler, Prof. Dieter Orzessek mit Bauernpräsident Olaf Feuerborn v.l.n.r.
-- , Foto: Apprecht
Prof. Fritz Schumann, Frank Zedler, Prof. Dieter Orzessek mit Bauernpräsident Olaf Feuerborn v.l.n.r.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Landesbauernverband und der grünen Agrarministerin Prof. Claudia Dalbert lässt nach einem Jahr im Amt zu Wünschen übrig. Die Landwirte fühlen sich zurückgesetzt und verlangen mehr Beachtung. Dennoch ist Präsident Olaf Feuerborn um einen weiteren Dialog mit dem Ministerium bemüht. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung in Staßfurt stellt die Verbandsspitze in einer Erklärung ihre Forderungen an die Landesregierung auf. In Zeiten, wo viele Betriebe existenziell bedroht seien, dürfe die Regierung das Wirtschaften nicht weiter erschweren, sondern vielmehr erleichtern, heißt es in der in Staßfurt verabschiedeten Erklärung. In dem Positionspapier, das agrarzeitung.de vorliegt, lehnt der Verband eine höhere Umschichtung von Finanzmitteln aus dem Budget der Direktzahlungen in die 2. Säule konsequent ab.

Auch die Umsetzung des Kastenstandsurteil, das in Magdeburg gefällt wurde, missfällt den Tierhaltern. Sie verlangen im erforderlichen Anpassungsprozess der zeitlich begrenzten Haltung von Sauen in Kastenständen lange Übergangsfristen und bis zu bundesweit einheitlichen Regelung eine Anpassung der Sofortmaßnahmen in Sachsen-Anhalt sowie eine Aussetzung von Zwangsmaßnahmen.

Versöhnlichere Töne schlug Feuerborn zu den geforderten Stellen in Landwirtschaftsämtern und - schulen an. Hier sollen nach den abschließenden Doppel-Haushaltsverhandlungen für 2017 und 2018 im Landtag in Magdeburg in dieser Woche neue Stellen genehmigt werden. (da)
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