Attraktiver Treffpunkt auch für Politiker.
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Attraktiver Treffpunkt auch für Politiker.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) und der Europaabgeordnete Martin Häusling (Grüne) haben sich heute bei der Öko-Messe in Nürnberg getroffen. Die beiden stellten Gemeinsamkeiten fest in wesentlichen Punkten in der Kritik am Kommissionsvorschlag zur Überarbeitung der EU-Ökoverordnung.

Das heutige Gespräch wollen Schmidt und Häusling, der Berichterstatter im EU-Parlament zur Revision der EU-Ökoverordnung ist, als Auftakt für eine gute Abstimmung in den nächsten Monaten sehen, in denen sowohl der Europäische Rat als auch das Europaparlament ihre Standpunkte zum Kommissionsvorschlag zur EU-Ökoverordnung erarbeiten werden, um diese dann im Trilog mit der Kommission zu verhandeln.

Besondere Pestizidgrenzwerte für Ökoprodukte und Kompensationszahlungen lehnen sowohl Minister Schmidt als auch Häusling ab. „Damit wird die Ökoproduktion erschwert und Dörfer werden zu juristischen Kampfzonen“, so Häusling. Auch bei den Kontrollen stimmen die beiden überein. „Ich werde mich dafür einsetzen, den Prozesscharakter bei der Ökokontrolle beizubehalten. Spezielle Bereiche der Ökokontrolle müssen auch in der Ökoverordnung verbleiben“, sagte Schmidt.

Einig war man sich auch in der Forderung nach einer Clearingstelle, die übergeordnet die Kontrolle auf EU-Ebene überwachen und harmonisieren soll, sowohl innerhalb Europas als auch in der Koordination der Kontrolle bei Importen. Es könne nicht sein, so betonten Schmidt und Häusling, dass bei Verstößen Mitgliedstaaten unterschiedlich handeln. (brs)
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