Tödlicher Unfall

Regionalbahn rammt Gülletransporter


Bei einem schweren Zugunglück sind am Samstag im Münsterland zwei Menschen ums Leben gekommen, sechs erlitten schwere Verletzungen. Der Unfall ereignete sich zwischen Osnabrück und Ibbenbüren an einem beschrankten Bahnübergang. Beim Überfahren der Gleise hatte sich ein Gülle-Anhänger vom Traktor gelöst und war auf dem Bahnübergang stehen geblieben, telte die Polizei mit. Weil sich kurz darauf die Schranken schlossen, gelang es dem Fahrer nicht, den Anhänger wieder anzukuppeln und von den Gleisen zu ziehen. Der Fahrer war der Regionalbahn entgegengelaufen, um den Zugführer zu warnen, konnte den Unfall aber nicht verhindern. Die Bahn kam nach der Kollision erst etwa 300 Meter nach dem Bahnübergang zum Stehen.

Bei dem Aufprall starben der Zugführer und eine Frau. Die mehr als 100 Rettungskräfte bargen sechs Fahrgäste schwer verletzt aus dem stark zertörten Zug, so ein Polizeisprecher. Weitere 35 Fahrgäste überstanden den Unfall unverletzt oder mit leichten Blessuren. Gegen den Traktorfahrer hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr, fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Geklärt werden müsse, wie sich der Anhänger vom Traktor lösen konnte. (SB)
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