Bayern

Regionales darf mehr kosten

Rund 60 Prozent der Bayern schenken Lebensmitteln aus der eigenen Region oder aus dem Freistaat großes Vertrauen. Das geht aus einer repräsentativen Befragung des Kompetenzzentrums Ernährung hervor. 80 Prozent sehen die oft höheren Preise für regionale Produkte als angemessen an. „Immer mehr Menschen wissen den Mehrwert heimischer Lebensmittel wie kurze Wege, Frische und Qualität zu schätzen und honorieren das auch an der Ladentheke“, kommentiert Landwirtschaftsminister Helmut Brunner die Zahlen Dieser Trend zu Transparenz und regionaler Herkunft sei eine große Chance für die heimischen Erzeuger.

Metzger genießen hohes Vertrauen

Vor allem bei Frischfleisch und Wurst ist die regionale Herkunft vielen Verbrauchern wichtig: 60 Prozent gaben an, immer oder meistens darauf zu achten, woher die Lebensmittel kommen. Großes Vertrauen genießt dabei die Metzgerei vor Ort. Fleisch und Wurst kaufen die Bayern ebenso häufig im Fachgeschäft wie im Supermarkt oder Discounter. Bei Brot und Backwaren achten 54 Prozent auf regionale Herkunft, bei frischem Obst und Gemüse sind es 52, bei Milchprodukten 51 Prozent.

Herkunftszeichen gibt Orientierung

Ganz generell kaufen die Bayern ihre Lebensmittel am liebsten im Supermarkt (55 Prozent), 42 Prozent nutzen den Discounter, ebenso viele das Fachgeschäft. Der Online-Handel spielt mit vier Prozent bislang noch eine untergeordnete Rolle. Jeder zweite, der verpackte Lebensmittel kauft, informiert sich der Studie zufolge gezielt über herkunftsbezogene Angaben. „Unsere staatlichen Herkunftszeichen „Geprüfte Qualität – Bayern“ und „Bio Bayern“ sorgen hier für rasche und verlässliche Orientierung“, so Brunner.

Für die repräsentative Studie wurden mehr als 1.000 bayerische Verbraucher befragt. (SB)
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