Milchkrise

Remmel appelliert an Molkereien


Der nordrhein-westfälische Landwirtschaftsminister Johannes Remmel hat die Molkereien in seinem Bundesland angeschrieben, um sie für ein Marktstützungsprogramm zu gewinnen. Es ist von den grünen Länderagrarministern in sechs Bundesländern sowie in Bremen gemeinsam ausgearbeitet worden.

In dem Schreiben von Anfang der Woche, das der agrarzeitung vorliegt, erinnert Remmel die Molkereien an ihre „zentrale Bedeutung“ für die „Anpassung an die neuen Marktgegebenheiten nach Auslaufen der Milchquote“. Um die aktuelle, existenzbedrohende Marktkrise zu bewältigen, seien „alle Kräfte gefordert“. Der grüne Minister bittet das Management der jeweiligen Molkereien, ihm eine Rückmeldung zu dem vorgeschlagenen Programm der Grünen zu geben.

Der Vorschlag der Minister zielt im Wesentlichen darauf ab, ein zeitlich befristetes Bonusprogramm für Milchviehbetriebe einzuführen, die ihre Produktion auf den Stand von Januar 2015 begrenzen. Diese sollen von den Molkereien einen Zuschlag von beispielsweise 2 ct/kg Milch erhalten, fordern die grünen Ressortchefs in einen Brief an Bundesagrarminister Schmidt von Mitte Februar. Der Bund solle den Erzeugern, sich an dem „Sofortprogramm Milch“ beteiligen, einen Bonus in gleicher Höhe wie die Molkereien draufzahlen. (pio)
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