Zur sicheren Rinderhaltung tragen insbesondere bei: Fressfanggitter, Personenschlupf, Treibhilfe und enthornte Tiere
-- , Foto: SVLFG
Zur sicheren Rinderhaltung tragen insbesondere bei: Fressfanggitter, Personenschlupf, Treibhilfe und enthornte Tiere

Beim Umgang mit Rindern starben im vergangenen Jahr in Deutschland acht Menschen und mehr als 6.000 wurden so schwer verletzt, dass sie mehrere Tage nicht arbeiten konnten. Eine Untersuchung durch die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) ergab, dass 17 Prozent aller Unfälle und die Hälfte der tödlichen Unfälle durch Kopfstöße der Tiere verursacht wurden. Bei jedem fünften dieser Unfälle seien die Tierhalter durch ein Horn verletzt worden. Dass dieser Wert nicht noch höher lag, könne auf die schon weit verbreitete fach- und tierschutzgerechte Enthornung von Rindern zurückgeführt werden, meinen die Unfallexperten der SVLFG. Deutlich werde aber auch das hohe Verletzungspotenzial, das von Tieren mit Hörnern ausgehe. Die Behandlung gegen die Hörnerausbildung und die Zucht auf genetische Hornlosigkeit hätten sich mit Blick auf die Entwicklung der Unfallzahlen bewährt, betont die Versicherung. „Im Sinne der Unfallverhütung sollten Rinder auch zukünftig fach- und tierschutzgerecht in einem für die Tierhalter praktikablen Verfahren gegen Hörnerbildung behandelt werden“, fordert die SVLFG. (az)
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