Börsensteuer

Risikoabsicherung wird teurer


Nach langem Stillstand kommt in Brüssel die Debatte um die Transaktionssteuer wieder in Gang. Am Rande EU-Finanzministerrates haben sich elf EU-Mitgliedstaaten über ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Im Gespräch ist eine Abgabe von 0,01 Prozent für den Handel an Warenterminbörsen, etwa mit Getreide oder Ölsaaten. Die Steuer auf den Handel von Aktien und Derivaten könnte schon 2016 eingeführt werden.

Treibende Kraft unter den EU-Mitgliedstaaten ist Österreich. Die Finanzminister wollen die Steuer auf eine möglichst breite Grundlage stellen, also neben Aktien auch Derivate einbeziehen. Dadurch kann der Steuersatz niedrig gehalten werden und dennoch größere Einnahmen generieren.

Im Februar sollen die Verhandlungen über die Transaktionssteurer im EU-Finanzministerrat fortgesetzt werden. Die Steuer auf Finanzgeschäfte wird von einigen EU-Mitgliedstaaten seit der Bankenkrise von 2007 gefordert. (Mö)   
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