Mit einem Software-Tool könne per Mausklick berechnet werden, welcher Pestizidexposition bestimmte Bevölkerungsgruppen ausgesetzt seien, teilt die Efsa mit. Dabei geht es um die Aufnahme etwa über die Haut oder das Einatmen dieser chemischen Stoffe und nicht um eine Aufnahme durch Lebensmittel. Die europäische Behörder will mit diesem Instrument die Industrie unterstützen, Gefahren für Personen, die mit Pflanzenschutzmitteln in Kontakt kommen, abzuschätzen.

Unterteilt wird in vier Gruppen mit hohem Expositionsrisiko: Landwirte, Personen, die in Bereichen arbeiten, die zuvor mit Pestiziden behandelt wurden, Anrainer von Gebieten, in denen Pestizide eingesetzt werden, sowie Personen, die sich ohne Schutz innerhalb oder in der Nähe eines Gebiets aufhalten, das mit Pestiziden behandelt wird.

Laut Jose Tarazona , Leiter des Efsa-Referats für Pestizide, steht der Wissenschaft damit ein gutes Instrument zur Gefahrenabschätzung zur Verfügung, dass allerdings auch noch eine Reihe von Unsicherheiten besonders bei der Exposition von Anrainern von Feldern, enthalte. (hed)
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