Lollys wären wohl ein klarer Fall für die Zuckersteuer.
-- , Foto: Tim Reckmann/Pixelio.de
Lollys wären wohl ein klarer Fall für die Zuckersteuer.
Überlegungen in der SPD für eine „Zuckersteuer“ lösen in der Ernährungsindustrie heftige Kritik aus. „Offenbar haben manche in der SPD aus dem politischen ‚Rohrkrepierer‘ Veggi-Day nichts gelernt. Die Verbraucher wollen keine Bevormundung und sind sehr wohl in der Lage, selbst zu entscheiden, was sie essen wollen“, kommentiert Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) die Diskussion.

Die Große Koalition habe den Bürgern zudem versprochen, in dieser Legislaturperiode keine Steuern zu erhöhen. „Unter dem Vorwand der vermeintlichen Gesundheitsvorsorge würden so Steuererhöhungen durch die Hintertür eingeführt“, so Minhoff weiter. Eine Erhöhung der Lebensmittelpreise durch Zusatzsteuern treffe in aller Regel besonders sozial schwache Familien. Dass solche „Strafsteuern“ nicht die erhoffte Wirkung erzielen, zeigt zudem das Beispiel Dänemark, wo die vor einigen Jahren eingeführte „Fettsteuer“ nach kurzer Zeit wieder abgeschafft wurde.

Die SPD-Verbraucherschutzpolitikerin Elvira Drobinski-Weiß hatte angeregt, für Lebensmittel mit hohen Zucker-, Fett- und Salzgehalten den Mehrwertsteuersatz von 7 auf 19 Prozent anzuheben. (az)
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