Polen

Rübenbauer erhalten Extra-Prämie


Das Landwirtschaftsministerium in Warschau teilt mit, dass in Polen eine flächengebundene Unterstützung für Anbauer von Zuckerrüben vorgesehen ist. Bedingung für die Gewährung von Beihilfen soll eine Liefervereinbarung mit der Zuckerfabrik sein. Für die Kalenderjahr 2016 bis 2019 stehen in Polen nach Ministeriumsangaben jährlich Beträge von jeweils 81 bis 83 Mio. € zur Verfügung. Im Jahr 2020 sinkt der Betrag auf rund 74 Mio. €.

Polen hat im Jahr 2014 rund 192.000 ha Zuckerrüben angebaut und ist damit hinter Frankreich und Deutschland drittwichtigstes Anbauland. In diesem Jahr schätzt das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) die polnische Rübenfläche auf 180.000 ha. Bleibt der Flächenumfang in dieser Größenordnung, errechnet sich pro Hektar ein jährlicher Betrag bis zu 450 €/ha.

Deutschland ist der einzige unter den EU-Mitgliedstaaten, der mit der EU-Agrarreform seine Direktzahlungen vollständig von der Erzeugung abgekoppelt hat. Die anderen Staaten nutzen häufig den Spielraum der Reform und binden bis zu 15 Prozent der Zahlungen an die Produktion. (db)
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