Glyphosat-Bewertung

Rückendeckung für das BfR


Kein Krebsrisiko
Das BfR hat Glyphosat so bewertet: „Auf der Basis von fünf Kanzerogenitätsstudien an Mäusen und sieben Studien zur chronischen Toxizität sowie von Kanzerogenitätsstudien an Ratten kommt das BfR nach dem „Weight of evidence“-Ansatz zum Schluss, dass kein Krebsrisiko hinsichtlich der beabsichtigten Nutzung als Herbizid besteht. Folglich erscheint auch keine Einstufung als krebserzeugend gemäß der CLP-Kriterien angezeigt."
Für seine vermeintlich Glyphosat-freundliche Haltung musste das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in den vergangenen Monaten viel Kritik einstecken. Erste offizielle Reaktionen aus den EU-Mitgliedsstaaten zeigen, dass man dort die Arbeit der Behörde schätzt. Die vom BfR erstellte Bewertung einer Monographie der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) zu Glyphosat wurde zusammen mit der publizierten IARC-Bewertung im Konsultationsprozess der europäischen Mitgliedsstaaten kritisch ausgewertet. „Nach gründlicher Prüfung bescheinigen die beteiligten Experten und Fachbehörden der EU-Mitgliedsstaaten der Bewertungsarbeit des BfR und den daraus gezogenen Schlussfolgerungen eine hohe wissenschaftliche Qualität“, teilt das BfR mit. Die Arbeit des BfR wird gemeinsam mit weiteren Expertenmeiningen und wissenschaftlichen Stellungnahmen in die Abschlussbewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) einfließen. Die Politik werde dann eine solide fachliche Entscheidungsgrundlage für ein sachgerechtes EU-Genehmigungsverfahren haben, betont das BfR. (SB)
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