Fipronil

Rückstände im Ei sind ein neueres Problem

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bereits vor dem 2. Juni 2017 mit Fipronil belastete Produkte in den Handel gekommen sind, erklärt die Bundesregierung (18/13550) als Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/13372). Sie schränkt allerdings unverzüglich ein: Tierische Lebensmittel waren in der Vergangenheit bei Untersuchungen auf Fipronilrückstände unauffällig. Seit 2010 habe das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) von den Länderbehörden 280.893 Untersuchungsergebnisse auf Rückstände von Fipronil übermittelt bekommen. Davon seien 4.869 auf Lebensmittel tierischen Ursprungs entfallen, darunter 171 Ergebnisse von Eiern und Eiprodukten. In keinem der tierischen Lebensmittel seien Fipronilrückstände festgestellt worden. 


Nach derzeitigen Erkenntnissen hätten die deutschen Landwirte die Beimischung mit Fipronil nicht erkennen können, weil das Mittel nicht auf den entsprechenden Produkten deklariert wurde, so die Bundesregierung. Die Anwendung von Fipronil ist bei Lebensmittel liefernden Tieren nicht zulässig. Es liege daher sehr wahrscheinlich ein strafrechtlich relevantes Handeln vor. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen auch in Deutschland. (kbo)
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