Flächenverbrauch

Rukwied für gesetzliche Beschränkung

Mehr als 70 ha landwirtschaftlicher Flächen gehen in Deutschland derzeit täglich durch Überbauung verloren, berichtet der DBV. "Fruchtbarer landwirtschaftlicher Boden ist für uns Bauern wie für unsere Gesellschaft die Existenzgrundlage und damit eines der höchsten Güter", wird DBV-Präsident Joachim Rukwied in der Mitteilung zitiert.

Ein gesetzlich verankertes Gebot zur Erhaltung landwirtschaftlicher Flächen sei daher notwendig, habe er auf einer Tagung des Verbandes der Teilnehmergesellschaften zur Flurbereinigung in Baden-Württemberg erklärt.

Bund und Länder seien nach Aussage von Rukwied gefordert, eine effiziente und produktive Bewirtschaftung von Acker- und Gründlandflächen nicht weiter einzuschränken und zu gefährden. Eine logische Reaktion auf die anhaltende Flächenverknappung seien steigende Boden- und Pachtpreise.

Neben dem Verlust durch Überbauung entstehe durch vorgeschriebenen Naturschutzausgleich ein weiterer Flächenverlust. Das Bundesnaturschutzgesetz verlange seinen Aussagen zufolge bereits seit 2010 eine flächenschondende Naturschutzkompensation. Bund und Länder müssten eine bundeseinheitliche Kompensationsverordnung endlich umsetzen, so Rukwied. (jst)   
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