„Das Thema Tierhaltung wird ein Hauptthema im kommenden Bundestagswahlkampf sein", sagte Rukwied heute auf der Agrarfinanztagung in Berlin. Er ruft die Landwirtschaft auf, Antworten für die gesellschaftspolitische Diskussion um die Tierhaltung in Deutschland zu finden. „Die Zukunft der deutschen Landwirtschaft hängt vom Stand der Tierhaltung in Deutschland ab", so Rukwied.

Die Möglichkeit, weiter Tierställe bauen zu können, hält er für zentral. Rukwied prophezeit sogar den „wirtschaftlichen Untergang", falls der Ausbau der Tierhaltung durch politische Vorgaben gebremst werden könnte.

Ein klares Statement setzte Rukwied auch in der Exportpolitik. Die Landwirtschaft verstehe sich wie alle anderen Branchen als Wirtschaft, für die Exporte ein normaler Bestandteil des Geschäfts seien, führte Rukwied weiter aus.

Als drittes Kernthema, mit dem der DBV das Ringen um die Mehrheitsverhältnisse nach der Bundestagswahl im September 2013, begleiten will, sind die Anliegen der Landwirtschaft bei der Energiewende. Priorität hätte ein finanzieller Ausgleich der Grundeigentümer für Flächen, die für den Netzausbau benötigt werden. „Es kann nicht sein, dass die Grundeigentümer mit Regeln aus dem vergangenen Jahrhundert abgespeist werden sollen"; gab sich Rukwied kämpferisch. Beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gilt es für ihn vor allem, den Bestandschutz zu wahren. (sta)
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