Export

Rukwied sucht Abstimmung mit Sawicki


Eine Delegation des DBV hat Kontakt mit dem polnischen Landwirtschaftsminister Marek Sawicki aufgenommen. Gegenstand der Gespräche von DBV-Präsident Joachim Rukwied in Warschau waren Entwicklungen auf dem europäischen Milch- und Schweinemarkt. Gemeinsam mit DBV-Vizepräsident und DBV Generalsekretär Bernhard Krüsken sei über Möglichkeiten der Erschließung neuer Exportmärkte für europäische Agrargüter gesprochen worden, so ein Sprecher des DBV gegenüber agrarzeitung.de.

Dafür gelte es gemeinsame Positionen auch für Entscheidungsprozesse auf der Ebene der EU zu entwickeln. Dies beinhalte beispielsweise auch die mögliche Wiederaufnahme des Handels mit Russland. Darüber hinaus sollten jedoch auch weitere Maßnahmen wie der Abbau nicht-tarifärer Hemmnisse für den Handel mit neuen Absatzmärkten in Asien auch außerhalb von China entwickelt werden, so der Sprecher. 

Der Agrarsektor Polens ist durch verschiedene Faktoren wie das Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zusätzlich zum Handelsembargo Russlands besonders unter Druck geraten. Als einziger Ausweg für Exporte bleibt praktisch nur der innereuropäische Handel, besonders mit Deutschland. Nach Aussagen des DBV habe in der Bewertung der Verhandlungen zum Freihandeslabkommen zwischen den USA und der EU (TTIP) Einigkeit zwischen den Vertretern des DBV und dem polnischen Minister bestanden. Danach dürften besonders bei sensiblen Produkten im Ernährungsbereich europäische Standards nicht unterlaufen werden. (jst)  
stats