Bauerntag

Rukwied zeigt sich kämpferisch


"Wir glauben an die Zukunft der Landwirtschaft, auch hier in Deutschland", stellte DBV-Präsident Joachim Rukwied vor den etwa 600 Delegierten der Landesbauernverbände sowie zahlreichen Gästen klar. Unbestreitbar befinde sich die Landwirtschaft derzeit in einer langanhaltenden und tiefgreifenden wirtschaftliche Krise. Ursache dafür seien einerseits Marktrisiken, in größerem Maße jedoch politische Risiken. 

Mit dem Marktrisken können der Sektor fertig werden, so Rukwied. Schließlich sei in der EU der Ausstieg aus den Quotensystemen im Jahr 2003 beschlossen und erneut 2008 bestätigt worden. Auf Marktrisiken können sich Unternehmer einstellen, auch wenn diese teilweise sehr groß seien, sagte Rukwied. Denn auf der anderen Seite biete der Markt auch große Chancen.

Politik muss Unterstützung leisten

Schwerwiegender seien dagegen die politischen Risiken. Als Beispeile dafür nannte Rukwied das Russland-Embargo. Als Folge davon seien der Landwirtschaft wirtschaftliche Schäden in Millardenhöhe entstanden. Daher sehe er als Vertreter der Agrarwirstchaft die Politik sehr wohl in der Pflicht, Unterstützung zu leisten. Dabei könnten finazielle Beiträge immer nur "ein Tropfen auf den heißen Stein sein".

Viel wichtiger sei dagegen eine berechenbare und sachorientierte Agrarpolitik. Die Vorgänge um die Zulassung von Glyphosat beispeilsweise seien inakzeptabel. Auch Aussgen von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) zum Anteil des Maisanbaus am Hochwassergeschehen gingen völlig an der Sache vorbei, so Rukwied.

Die Landwirte in Deutschland seien sehr zukunfstorientiert, benötigten dafür jedoch unternehmerische Freiheiten. Ein überzogenes Ordnungsrecht lehnte Rukwied entschieden ab. Ebenso forderte er ein faires Handelsrecht. In Europa und Deutschland dürften Produkte unterhalb hieisger Standards nicht angeboten werden. (jst)


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