Milchkrise

Runder Tisch in Sachsen


Vertreter von Landwirtschaftsverbänden, Erzeugerorganisationen und Molkereien haben sich am Montag in Dresden bei einem Informationsgespräch über Wege aus der aktuellen Milchkrise ausgetauscht.  "Derzeit liegen die Preise bei mageren 26 Cent pro Kilogramm Milch. Das ist absolut nicht kostendeckend und ruiniert die Betriebe", so Minister Schmidt.

Alle Gesprächsteilnehmer lehnen eine staatlich subventionierte Mengenregulierung ab, wie sie die grünen Agrarminister vorschlagen. Die Vertreter der Molkereien legten dar, dass schon geringe Änderungen bei der Nachfrage auf dem Weltmarkt zu spürbar höheren Preisen führen könnten. Damit komme dem Export eine bedeutende Rolle zu.

Die aktuellen Preiserhöhungen für Trinkmilch in einigen Supermärkten sind zwar ein wichtiges Signal, sie ändern an der Gesamtsituation der Landwirte allerdings nicht viel, so die weitere Auffassung der Gesprächsteilnehmer. Nur zwölf Prozent der erzeugten Milch werde zu Trinkmilch verarbeitet. Daher komme von den Preiserhöhungen der Trinkmilch  bei den Landwirten ein halber Cent pro Kilogramm an, sagte Schmidt. Die Gespräche sollen fortgesetzt werden. (da)
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