Einfuhrverbot

Russland verlängert um ein Jahr


Die Reaktion kam prompt. Zu Beginn der Woche hatte der EU-Außenministerrat die Sanktionen gegenüber Russland bis Januar 2016 verlängert. Jetzt reagierte Moskau mit einer Fortsetzung seines bestehenden Embargos. Es beinhaltet ein Einfuhrverbot für Fleisch, Milchprodukte, Obst und Gemüse aus der EU. Auch von einer Erweiterung der Produktpalette war in russischen Medien die Rede, etwa  für Blumen oder Fischkonserven. In Russland wird das Einfuhrverbot als Stütze für die heimische Landwirtschaft betrachtet, die wegen der fehlenden ausländischen Konkurrenz einen Aufschwung erlebe. In der EU werden die weggebrochenen Liefermöglichkeiten nach Russland zum Teil mit erhöhtem Absatz in Asien und in den USA aufgefangen. Dennoch leiden die Landwirte der exportorientierten EU-Länder unter schlechten Preisen für Milch und Schweinefleisch. (Mö)
 
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