Handelskonflikt

Russlands Grenzen bleiben dicht

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Ende Juni das Dekret unterschrieben, mit dem das russische Importembargo für Agrar- und Ernährungsprodukte aus der EU bis Ende 2018 verlängert wird. Außer der EU trifft der Bann auch andere Staaten der westlichen Welt wie die USA, Kanada und Australien.

Zuvor hatte die EU-Kommission ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland um weitere sechs Monate bis Ende Februar 2018 verlängert. Die Strafmaßnahmen betreffen mehrere Bereiche der russischen Wirtschaft und den Finanzsektor sowie einzelne Politiker und Manager, für die Einreiseverbote in die EU gelten.

Betroffen ist auch Russlands Agrarminister, was regelmäßig zur Grünen Woche zu Jahresbeginn in Berlin für diplomatische Klimmzüge sorgt. Denn seine Anwesenheit ist aus Sicht der Agrarwirtschaft durchaus interessant, nach EU-Regeln aber nicht vorgesehen. Im Januar 2017 kam er, 2016 und 2015 nicht. Die gegenseitigen Sanktionen zwischen Russland und der EU als Folge der Ukraine-Krise gelten seit fast drei Jahren. (db)
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