Grüne Woche

Russlands Minister fühlt sich diskriminiert


Nummer 81 von 151
Als Nummer 81 auf der aktuellen EU-Durchführungsverordnung mit der Liste von 151 Personen, über die ein Einreiseverbot verhängt worden ist, findet sich Alexander Nikolayevich Tkachyov. Der seit April 2015 amtierende russische Agrarminister (deutsche Schreibweise Tkatschjow) gilt als enger Putin-Vertrauter. Von ihm erhielt er für die Unterstützung, die er bei der Annexion der Krim leistete, einen Orden „für die Befreiung der Krim“. (db)
Die Russische Botschaft hat eine Erklärung abgegeben, warum Russland nicht an der Grünen Woche in Berlin teilnimmt. Die Handelsbeschränkungen seien nicht schuld daran, teilte die Botschaft auf ihrer Website mit. Denn im Januar 2015, als bereits das russische Importembargo verhängt worden war, glänzte Russland noch mit großer Präsenz. Doch vor einem Jahr hieß der russische Agrarminister noch Nikolai Fjodorow. Er wurde im April 2015 durch Alexander Tkatschjow ersetzt.

Damit war jedoch ein Problem entstanden. Tkatschjow steht auf der Liste der Personen, für die in der EU ein Einreiseverbot besteht. Trotz verschiedener diplomatischer Bemühungen konnte weder für die Grüne Woche noch das Global Forum for Food and Agriculture und den Berliner Agrarministergipfel (GFFA) eine Ausnahmegenehmigung erzielt werden. Auch ein Besuch von Dr. Robert Kloos, Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, im Dezember in Moskau ist ohne Ergebnis geblieben.

Aus Protest gegen diese „Diskriminierung“ sei man der Messe fern geblieben, heißt es jetzt seitens der Russischen Botschaft in Berlin. (db)
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