Ökolandbau

Sachsen-Anhalt stockt Förderung auf

Obwohl die EU in der kommenden Förderperiode insgesamt weniger Mittel zur Förderung des ländlichen Raums zur Verfügung stellt, wird Sachsen-Anhalt den ökologischen Landbau um etwa 25 Prozent mehr unterstützen als in der vergangenen Förderperiode.

„Wir möchten, dass der ökologische Landbau seine Stellung in Sachsen-Anhalt ausbaut", so Agrarminister Dr. Hermann Onko Aeikens. Das Marktumfeld sei hart; bundesweit gebe es die Tendenz, dass Ökobauern wieder zum konventionellen Anbau zurückkehren.
Sachsen-Anhalt wolle Anreize setzen, dass dies nicht geschieht und setze auf „solides Wachstum."

Dafür wird die Höhe der Förderung auf Ackerflächen im ökologischen Anbau nach Angaben des Agrarministeriums in Magdeburg auf 230 (bisher 200) €/ha erhöht und auf Grünland ebenfalls auf 230 (170) €/ha. Für Gemüseanbau werden zukünftig 415 (300) €/ha in Aussicht gestellt und für Dauerkulturen 750 (700) €/ha. Auch der Zuschuss, den Ökobetriebe für die Teilnahme am Kontrollverfahren des Ökologischen Landbaus erhalten, soll von 40 auf 50 €/ha erhöht werden, bei maximal 600 €/Betrieb.

Insgesamt stehen in der neuen Förderperiode für Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen knapp 268 Mio. € zur Verfügung. Der Anteil des ökologischen Landbaus an der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Sachsen-Anhalt beträgt laut Agrarressort derzeit etwa 5 Prozent. (Sz)
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