Milchquote

Sachverständige begrüßen das Auslaufen


Mitglieder des Agrarauschusses der Regierungs- und Oppositionsparteien nutzten am Montag die Gelegenheit, sich von Verbandsvertretern und unabhängigen Sachverständigen über die Folgen des Auslaufens der Milchquote zu informieren. Sowohl die Repräsentanten von Deutscher Bauernverband (DBV), dem Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM), der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sowie des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) äußerten ihre große Zustimmung zum Ende der Quote. Sie habe in der Vergangenheit die Entwicklung von Betrieben behindert, gleichzeitig jedoch weder Strukturentwicklungen noch große Preisschwankungen verhindert. Daher sei es zu begrüßen, dass dieses Instrument nunmehr sein Ende finde.

Abweichende Meinungen gab es zu zukünftigen Maßnahmen der Krisenintervention. Während DBV und DRV das derzeitige Interventionssystem mit Eingriffen bei rund 21 Cent/kg als ausreichend ansehen, plädieren BDM und AbL für die Schaffung neuer Instrumente zur Mengenregulierung im Krisenfall. Dabei solle ausgehend von einer konsequenten Marktbeobachtung und im Fall sinkender Preise  über ein Bonus-Malus System versucht werden, die angelieferte Milchmenge zumindest in Teilen zu kontrollieren um Überangebote zu vermeiden. (jst) 

 
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