„Copernicus" nennt die European Space Agency (ESA) das Programm, bei dem eine Reihe von Satelliten zur Datenerfassung ins All gebracht werden.  Am 12. Juni 2015 soll der Satellit Sentinel-2A vom Raumflughafen Kourou in Französisch-Guayana in die Luft gehen. Laut Esa kann Sentinel-2 bessere Ernteprognosen liefern, aber auch die Bewässerung und den Düngemitteleinsatz optimieren. Feldarbeiten könnten anhand schnell gesendeter Daten präziser als bisher geplant werden.

„Sentinel-2A wird eine unverzichtbare Rolle für einige der größten gesellschaftlichen Herausforderungen spielen, zum Beispiel für die Lebensmittelsicherheit oder den Klimawandel", sagt Volker Liebig, ESA-Direktor für Erdbeobachtungsprogramme. Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) hat bereits Interesse an Satellitensignalen angemeldet. In einem Forschungsprojekt wurde gezeigt, dass mit Hilfe von satellitengestützen Radardaten Grünlanderträge genauer abgeschätzt werden können.

„Copernicus" ist ein Gemeinschaftsvorhaben der Europäischen Kommission und der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Ziel ist nicht nur die Erfassung des aktuellen Zustands der Erde. Ein wichtiger Aspekt ist auch, verschiedenen Nutzergruppen wie Behörden, Unternehmen, Institutionen, Umweltämtern und Bürgern die Daten zeitnah zur Verfügung zu stellen. (atm)
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