Proteste

Schaber spricht mit Schmidt


BDM-Chef Schaber informierte die Demonstranten über die Ergebnisse der Konferenz.
-- , Foto: da
BDM-Chef Schaber informierte die Demonstranten über die Ergebnisse der Konferenz.

Draußen vor dem Tagungshotel der AMK stehen die Landwirte und Landwirtinnen in der Sonne und begrüßen ihren Vorsitzenden Romuald Schaber vom Bundesverband Deutscher Milcherzeuger mit Beifall, Kuhglocken und Fahnen. „Ihr könnt auf das Erreichte etwas stolz sein“, sagen Schaber und sein Sprecher Hans Foldenhauer zu den etwa 200 Landwirten. Sie hätten „sachlich und konkret“ mit Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) und der AMK-Vorsitzenden Priska Hinz (Grüne) über die Beschlüsse der AMK gesprochen. Die vom BDM und auch den grünen Agrarministern geforderte flexible Angebotssteuerung werde weiterverhandelt. Das ist die Botschaft, die Schaber heute den Demonstranten vor dem Schlosshotel in Fulda überbrachte.

Die Agrarminister von Bund und Länder haben über die Mengensteuerung hart verhandelt. Beinahe kam es zum Scheitern der AMK. Zudem stürmten aufgebrachte Landwirte das Tagungshotel und verlangten, mit den zuständigen Ministern zu sprechen. Gleichzeitig haben Bauerinnen die Gelegenheit bekommen, mit der hessischen Agrarministerin Hinz über ihre existenzbedrohende Situation angesichts der niedrigen Milch- und Fleischpreise zu sprechen. Das kommt bei den Landwirten an. Zusammen mit der Polizei gelang es den Funktionären die aufgebrachten Menschen zu beruhigen.

„Nun wollen wir genau beobachten, ob die versprochenen Zusagen über die flexible Angebotssteuerung, auch eingehalten werden“, sagte Foldenhauer zum Abschied. Der BDM plane weitere Aktionen, die seine Forderungen nach einer Mengensteuerung und Marktbeobachtungsstelle unterstützen. Die hessische Ministerin Hinz hat einen runden Tisch zu den heutigen AMK-Beschlüssen zur Milchkrise noch in diesem Jahr versprochen. (da)

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