WTO

Schlechte Aussichten für Ministerkonferenz

Über drei Punkte sollen die Handelsminister der WTO-Mitgliedstaaten in der kommenden Woche auf der indonesischen Insel Bali abstimmen. Zum einen sollen Verfahren zur Zollabwicklung angeglichen und vereinfacht werden. Weiterhin dürfen Entwicklungsländer weiterhin Lebensmittel zu überhöhten Preise aufkaufen, um Vorräte aufzubauen.

Allerdings werden die versteckten Subventionen für die eigenen Landwirte auf vier Jahre begrenzt. Schließlich soll es besondere Hilfen für die ärmsten Länder der Welt geben. In den diplomatischen Anstrengungen in Genf sei man sehr weit gekommen, berichtete der neue WTO-Generaldirektor Roberto Azevedo.

Allerdings habe man sich im Vorfeld nicht einigen können. Vor allem Indien stellt sich quer. Jetzt hängt es am seidenen Faden, ob die Handelsminister der 159 WTO-Mitgliedstaaten in Bali doch noch zu einem Abschluss kommen.

In der Doha-Runde wird seit 2001 um den Abbau von Handelsschranken gerungen. Auf der WTO-Ministerkonferenz in Bali soll in Anbetracht der Schwierigkeiten nur ein kleines Paket zu Gunsten der Entwicklungsländer verabschiedet werden. (Mö)
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