Die UN-Organisation hat am Mittwoch in Rom mitgeteilt, dass mittlerweile 27 Staaten südlich der Sahara Hilfe von außen brauchen, um die Folgen von Dürren und Überschwemmungen, aber auch von Bürgerkriegen abzumildern. Seit Dezember hat die FAO die Liste noch um Swaziland ergänzt. Weltweit seien nun 33 Staaten so stark von den Folgen von El Niño betroffen, hieß es.

Nach Angaben der FAO hat die durch El Niño hervorgerufene Trockenheit die Ernteaussichten im südlichen Teil des afrikanischen Kontinents stark beeinträchtigt. Auch für Marokko und Algerien wurden die Erwartungen nach unten geschraubt.

Erst kürzlich hatte ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Universität Bonn berechnet, dass der Klimawandel insbesondere im Afrika südlich der Sahara dramatische Folgen haben wird: Bis zum Ende des Jahrhunderts werde das Anbaupotenzial von drei wichtigen Grundnahrungsmitteln stark sinken. Bis zu 30 Prozent der Anbaugebiete von Mais und Bananen sowie bis zu 60 Prozent der Bohnenanbaugebiete sollen davon betroffen sein.

Die FAO blickt nun auch mit Sorge auf die anhaltenden Konflikte in Ländern wie Syrien, dem Irak, Somalia oder der Zentralafrikanischen Republik. Die Landwirtschaft dort leide stark unter den Kriegen. Das verschlimmere die ohnehin schon dort herrschende humanitäre Krise bei weitem.
 
Auf der nördlichen Erdhalbkugel rechnet die FAO indes mit günstigen Aufwuchsbedingungen für Wintergetreide. Insbesondere in Asien erwartet die Organisation eine gute Weizenernte. (sp)
stats