Fipronil

Schmidt beklagt Verspätungen

Die Verbraucher hätten einen Anspruch darauf, rechtzeitig informiert zu werden, betonte Schmidt in der estnischen Hauptstadt Tallin. Es ginge ihm nicht darum, die Niederlande oder Belgien zu bestrafen. Alle müssten aus den jüngsten Betrugsfällen mit insektizidhaltigen Reinigungsmitteln lernen. Spuren von Schadstoffen müssten unmittelbar im EU-Frühwarnsystem gemeldet werden, damit alle EU-Mitgliedstaat rechtzeitig handeln könnten. Dies hätten die Niederländer und die Belgier im Frühjahr versäumt. Auch staatsanwaltliche Ermittlungen gegen Betrüger sollten die Warnungen keinesfalls verzögen, forderte Schmidt. Eipulver mit Spuren von Fipronil wurde inzwischen fast allen EU-Mitgliedstaaten gefunden. Der österreichische Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter drängt deshalb darauf, dass die Herkunft in eierhaltigen Lebensmitteln gekennzeichnet wird. EU-Agrarkommissar Phil Hogan hielt auf dem Informellen EU-Agrarrat fest, dass die Preise für Eier nicht unter Druck geraten seien. (Mö)  
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