Länderaustausch

Schmidt besucht Südamerika


Gestern hat sich Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf den Weg zu politischen Gesprächen nach Südamerika gemacht. Anlass sind die ersten deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen am 19. und 20. August in Brasilia unter Leitung von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. 

Schmidt thematisiert auf seiner Reise viele große Agrarthemen wie Forschungskooperationen, gentechnikfreier Sojaanbau, Handelsfragen, Lebensmittelsicherheit und die Zertifizierung im ökologischen Landbau. Ebenfalls auf der Agenda stehen der Klimawandel und Wege zur Sicherung der Welternährung. Begleitet wird Bundesminister Schmidt von Prof. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), und Prof. Georg Backhaus, Präsident des Julius Kühn-Instituts (JKI) sowie von dem Öko-Beauftragten des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Heinrich Graf von Bassewitz.

Den Auftakt bildet Uruguay. „Soja ist für Uruguay ein Exportschlager und für unsere Landwirte ein ideales Futtermittel in der Tierzucht. Mir ist wichtig, dass unseren Erzeugern in Deutschland ausreichend gentechnikfreie Sojaprodukte zur Verfügung stehen“, sagt Schmidt. Dieser Markt könne auch aus Uruguay in Zukunft bedient werden und sei eine Zukunftschance für Sojaproduzenten, die auf Gentechnik im Sojaanbau verzichten. Gemeinsam mit seinem Amtkollegen Tabaré Aguerre will Schmidt eine engere Forschungszusammenarbeit vereinbaren. Er wird Gastwissenschaftler an das BfR berufen.

In Brasilia soll die strategische Partnerschaft mit Brasilien vertieft werden. Beide Länder haben eine Bioökonomie-Strategie entwickelt. „Wir wollen unsere Anstrengungen im Bereich der Agrarforschung noch besser miteinander verzahnen und vor allem bei der Bioökonomie voneinander profitieren“, betonte Schmidt. Er setze sich in Brasilien außerdem für den Ausbau des Agrarhandels ein. „Brasilien ist derzeit der wichtigste Lieferant für GVO-freies Soja“, sagt Schmidt

Letzte Station der Reise ist Argentinien. Bei dem Treffen mit dem argentinischen Landwirtschaftsminister Carlos Horcia Casamiquela geht es auch um Handelsfragen. „Ich werde mich in Argentinien auch mit Nachdruck für den zügigen Abschluss des Freihandelsabkommens EU-Mercosur einsetzen“, so Schmidt. (kbo)
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