Ernährungsreport

Schmidt betont Lebensmittelqualität


Grundsätzlich seien die Verbraucher mit den beim Einkauf zur Verfügung stehenden Informationen über Lebensmittel zufrieden, so Schmidt heute in Berlin. Dennoch müsse den steigenden Ansprüchen auch künftig Rechnung getragen werden, sagte er. Oberste Priorität habe für ihn der Schutz vor Täuschung.

Bei der Vorstellung des erstmalig erstellten Ernährungsreports bedauerte Schmidt das derzeit niedrige Niveau der Erzeugerpreise. "Die Landwirte in Deutschland leisten einen großartigen Job", führte Schmidt aus. Jedoch würden sie unter den sehr niedrigen Erzeugerpreisen für einzelne Lebensmittel wie Milch und Fleisch leiden. Dabei könne als gute Nachricht vermeldet werden, dass 86 Prozent der Verbraucher ein höheres Einkommen der Landwirte befürworten. Auch seien sie bereit mehr Geld für Lebensmittel auszugeben, wenn sie aus der Region stammten und wenn mehr Tierwohl gewährleistet sei, so Schmidt. Daher sehe er in der Spezialisierung, der Regionalität sowie einem höheren Tierwohl weitere Chancen für die Erzeuger. Schmidt forderte ein Ende des "ruinösen Preiskampfs mit unseren hochwertigen Grundnahrungsmitteln". Davon würde auf Dauer niemand profitieren.

Zukünftig wolle das BMEL jährlich einen Ernährungsreport erstellen, so ein Sprecher des Ministeriums gegenüber agrarzeitung.de. Jeweils im Herbst solle ein Verbraucherbefragung erfolgen. Damit könnten Trends in der Ernährung sowie neue Anforderungen der Verbraucher identifiziert werden. Die Veröffentlichung der Ernährungsreports solle jeweils zu Beginn eines Jahres erfolgen. (jst)
stats