Exportsubventionen

Schmidt betont Marktorientierung


Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) unterstützt exportorientierte Unternehmen im Agrar- und Ernährungssektor durch administrative Maßnahmen, sagte Schmidt in Berlin. So sei in den zurückliegenden Monaten der Marktzugang zu verschiedenen neuen Zieländern erreicht worden, sagte er auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV). Aufgrund ihres hohen Qualitätsstandards fänden diese Waren ihre Märkte, jedoch unterlägen die Preise auch den schwankenden Verhältnissen am Weltmarkt.

Diese müsse und könne die Wirtschaft jedoch selbst bewältigen: Möglichen Forderungen nach zusätzlicher Unterstützung seitens des BMEL beispielsweise durch Exportsubventionen trat Schmidt entschieden entgegen. Es gebe in Europa verschiedene Instrumente der Krisenbewältigung in Zeiten extrem niedriger Preise, beispielsweise die Private Lagerhaltung (PLH).

Es habe sich gezeigt, dass nach Entfall der Milchquotenregelung die Milcherzeugung in Europa nicht wie vereinzelt befürchtet sehr stark ausgedehnt werde. Es treffe zu, dass derzeit besonders im Milchmarkt die Situation schwierig sei, so Schmidt. Dies habe jedoch auch in anderen Regionen der Welt wie beispielsweise in Neuseeland gravierende Konsequenzen. Wenn der Markt vorübergehend Schwächen zeige, könnten auch Exportsubventionen nicht helfen, unterstrich Schmidt. (jst) 
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