Schmidt sieht keine Zeichen für eine schnelle Lösung für die anhaltende russische Importsperre für Fleisch aus der EU. „Wir wollen das WTO-Verfahren, das gegen Russland läuft, beobachten", sagte Schmidt laut Agenturangaben in dieser Woche während seines Besuches beim dänischen Amtskollegen Dan Jørgensen in Kopenhagen.

Schmidt gab zu, dass er es natürlich lieber hätte, wenn es bereits vorher mit der Russischen Föderation eine Einigung über die Abläufe bei Exporten geben könnte. Mit Dänemark vereinbarte er in der Sache eine enge Abstimmung. Die Länder dürften sich „nicht auseinanderdrängen lassen", so Schmidt weiter.

Die EU-Kommission hatte Russland vor die Welthandelsorganisation gebracht, weil das Land wegen der Afrikanischen Schweinepest Anfang 2014 ein Importverbot für Fleischprodukte aus der EU verhängt hat. Seitdem sind die Schlachtschweinepreise in Deutschland um rund 10 bis 15 Prozent gesunken.

In der deutschen Fleischwirtschaft hatte es zuletzt Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Exportsperre gegeben. In der vergangenen Woche hatte der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) sich optimistisch gezeigt, dass Russland seinen Exportstopp für Schweinefleisch aus der EU bald aufhebt. Als Zeitraum dafür hatte der DRV geschätzt, dass der Konflikt bis Herbst gelöst sein könnte. (sta)
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