Lebensmittelpreise

Schmidt erhofft Ende des Billig-Wettbewerbs

Verbraucher seien bereit, für Lebensmittel mehr zu bezahlen, so der Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Das belege eine neue Umfrage seines Ministeriums, sagte er im Interview mit der Saarbrücker Zeitung.

Die Umfrage zeige, dass 79 Prozent der Verbraucher eine hohe bis sehr hohe Bereitschaft haben, höhere Ausgaben in Kauf zu nehmen, wenn es dem Tierwohl nutzt. 39 Prozent der Befragten würden sogar bis zu 20 Prozent mehr zahlen. „Allerdings braucht keiner zu befürchten, dass es durch mehr Tierwohl oder eine besonders schonende Erzeugung zu einem solchen Preissprung kommen wird" , relativierte Schmidt im Interview. Seine Sorge sei eher, dass der Billig-Wettbewerb zu Produktionsverlagerungen in andere Länder führe. „Kommt es so, wird irgendwann vielleicht mal deutsches Fleisch und Gemüse in den Läden rar werden", warnt der Minister.

Auch die Konzentration des Lebensmittelhandels in der Hand weniger Konzerne betrachtet Schmidt kritisch. Das Kartellamt habe festgestellt, dass 85 Prozent des Handels zu vier Ketten gehören. Das nähere sich dem Oligopol. (has)
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