Milchmarkt

Schmidt erwartet Initiativen

Christian Schmidt (CSU).
-- , Foto: MIV
Christian Schmidt (CSU).

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat erneut an die Verantwortung der Marktbeteiligten appelliert „Ich erwarte, dass Sie neue Formulierungen vorlegen", erklärte der CSU-Politiker zur Diskussion um die Vertragsgestaltung zwischen Molkereien und Milcherzeugern. Auch für Erzeuger müsse eine kalkulierbare Grundlage für ihre Produktionsplanung bestehen, so Schmidt auf der Jahreshauptversammlung des Milchindustrieverbandes (MIV). In der seit rund zwei Jahren währenden Preiskrise am Milchmarkt hätten allein sie das Risiko und die Konsequenzen zu tragen, betonte er.

Vorstellbar seinen beispielsweise konditionierte Verträge zwischen einzelnen Erzeugern und Verarbeitern, die besondere Produkteigenschaften für die spätere Vermarktung der Produkte beinhalten. Er sei besorgt um die Erhaltung der Rohstoffbasis, so Schmidt. Er sei dankbar dafür, dass ihm die Industrie signalisiert habe, an einer zuverlässigen Produktionsbasis interessiert zu sein.

Entschieden wandte sich Schmidt gegen die häufig erhobenen Forderungen, die Ausfuhren von Agrar- und Ernährungsütern zu beschränken. Es ärgere ihn, dass dies immer wieder von Nichtregierungsorganisationen aber auch Kirchen und Medien mit dem Hinweis auf Exportsubventionen verknüpft werde. „Die Zeit der Unterstützung von Exporten ist schon lange vorbei", sagte er.

Für den Handel mit Russland sehe er derzeit keine Zeichen für Veränderungen. Zwar werde er in drei Wochen erneut zu Verhandlungen nach Russland fahren, jedoch „ist Aleppo prägend für die derzeit schwierigen Beziehungen zwischen Russland und der EU", so der Minister. (jst)
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