EU-Agrarministerrat

Schmidt legt den Akzent auf Familienbetriebe

Die Förderung müsse insbesondere auf die kleinen und mittleren Betriebe übertragen werden, erklärte der Minister in Brüssel. Diese Betriebe bezögen 60 bis 70 Prozent ihres Einkommens durch Direktzahlungen und seine auf die Subventionen angewiesen. Ohne die erste Säule wäre ein Strukturbruch vorprogrammiert, warnte Schmidt. Er kann sich zudem vorstellen, dass Direktzahlungen nicht nur an Auflagen des Umweltschutzes sondern auch an den Tierschutz geknüpft werden. Das bisher flächenbezogenen Instrument der Direktzahlungen müsse dazu allerdings weiterentwickelt werden, führte Schmidt aus. Die EU-Agrarminister debattierten im Rat über die Zukunft der GAP. Die Wünsche und Forderungen an die zukünftige Förderung werden durch eine große Unsicherheit über die finanzielle Ausstattung der Agrarpolitik belastet. Schließlich wird der Brexit werde eine Lücke im EU-Agrarhaushalt hinterlassen. Alle waren sich darüber einig, dass die Vereinfachung ein zentrales Thema für die Reform von 2020 werden müsse, fasste EU-Ratspräsident Roderick Galdes aus Malta zusammen. (Mö)
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