Düngeverordnung

Schmidt legt neuen Entwurf vor


Schmidt deutete an, dass die Derogationsregel für ertragreiche Grünlandstandorte wieder eingeführt werden könnte.
-- , Foto: SB
Schmidt deutete an, dass die Derogationsregel für ertragreiche Grünlandstandorte wieder eingeführt werden könnte.

In Kürze stellte das Bundesagrarministerium (BMEL) eine überarbeitete Fassung der Düngeverordnung vor. Sie enthält Änderungen zur Phosphatregelung, zur Länderöffnungsklausel und Ausbringungstechnik. Der Phosphatüberschuss soll nun auf allen Böden 10 kg Phosphat/ha betragen. Bisher waren 20 kg Phosphat/ha erlaubt. Findet die geänderte Verordnung bei der EU-Kommission Zustimmung, stellt Schmidt eine Neuauflage der Derogationsregel in Aussicht. Dann könnten Gründlandbetriebe einen besonderen Antrag stellen und unter strengen Auflagen 230 oder 250 kgN/ha Wirtschaftsdünger auf intensiv genutzten Flächen ausbringen. Erlaubt sind sonst 170 kgN/ha.

Schmidt kündigte gegenüber agrarzeitung.de einen zweiten Entwurf der Düngeverordnung in den kommenden Tagen an. Dieser geht als nächstes in die Ressortabstimmung und anschließend in den Bundesrat. Im Frühjahr 2016 könnte es dann eine Übergangsregelung von alter und neuer Düngeverordnung geben. Da in der Düngeverordnung erstmals Gärrreste und Hoftorbilanz erwähnt werden, muss auch das Düngegesetz angepasst werden. Ein entsprechenden Gesetzentwurf will der Bundesagrarminister ebenfalls in Kürze Verbänden und Ländern zur Stellungnahme vorlegen. (da)
stats