Milchmarkt

Schmidt nennt Preise unfair


Im Inforadio des Rundfunks Berlin-Brandenburg betonte Agrarminister Christian Schmidt (CSU), der Liter im Supermarkt sei mit ungefähr 55 Cent zu billig. Milch sei gegenwärtig billiger als Wasser. Stattdessen müsse der Preis sich bei ungefähr 1 €/Liter einpendeln.

In Brüssel müsse man deshalb heute über einen fairen Ausgleich in der Lebensmittelkette sprechen. Dort kommen am Nachmittag die EU-Landwirtschaftsminister zu einem Sondertreffen zusammen, um über Hilfen für Europas Bauern zu beraten.

Landwirte aus ganz Europa sind auf dem Weg nach Brüssel, um gegen die niedrigen Preise für Milch, Schweine, Getreide, Obst und Gemüse zu protestieren. Der Deutsche Bauerverband (DBV) fordert von den EU-Agrarministern eine Exportoffensive der EU für Agrargüter und Lebensmittel, Liquiditätshilfen in Form von Bürgschaftsprogrammen des Bundes als nationale Hilfsmaßnahmen, die Interventionspreise zu erhöhen, die Intervention zu verlängern sowie die Agrarbetriebe nicht mit Bürokratie und zusätzlichen wettbewerbsverzerrenden Auflagen zu belasten.

Zu der Demonstration in Brüssel erwarten die Veranstalter 3.000 Landwirte aus ganz Europa. (SB)
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