Ländliche Regionen

Schmidt plant Ministerium für ländliche Räume

„Bund und Länder müssen die ländlichen Räume stärker in den Blick nehmen", erklärt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) heute in Berlin. Anlässlich der Eröffnung der Herbstkonferenz „Trendwende Land? – Neuer Blick auf ländliche Regionen“ fordert er eine "spürbare Trendwende" für die ländlichen Räume: "Wir dürfen niemanden zurücklassen und keine Region verloren geben." 


Er fordert eine konzertierte Aktion für den ländlichen Raum. Dazu schlägt er ein Bundesministerium vor, das den ländlichen Raum im Namen trägt und fester Ansprechpartner für ländliche Regionen ist. Schmidt zufolge wäre das ein wichtiges Signal für die nächste Legislaturperiode. Für Bundesminister Christian Schmidt sei es wichtig, die Aktivitäten zur Förderung der ländlichen Räume deutlich zu verstärken und die Kräfte zu bündeln. "Dazu brauchen wir ein Bundesministerium für ländliche Räume. Das funktioniert am besten im Bundeslandwirtschaftsministerium, weil dort die Experten sind", heißt es von einem BMEL-Spercher gegenüber agrarzeitung.de. 


Auch will Schmidt das System der Gemeinschaftsaufgaben "strategisch weiterdenken". "Hier kommen wir nicht um eine Grundgesetzänderung herum", sagt er. Mit dem Bundesprogramm "Ländliche Entwicklung", das von 10 auf 55 Mio. € aufgestockt wird, gehe man voran. (kbo)
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