Agrarpolitik

Schmidt präsentiert Halbzeitbilanz

Vor 24 Monaten nahm das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) unter der Führung des neuen Agrarministers Hans-Peter Friedrich (CSU) seine Arbeit auf. Seit Februar 2013 steht ihm Bundesagrarminister Christian Schmidt, ebenfalls CSU, vor. In einer Zwischenbilanz auf 12 Seiten gibt das BMEL einen Überblick über seine Aktivitäten in den vergangenen zwei Jahren. "Die Landwirtschaft gehört in die Mitte der Gesellschaft", gibt Schmidt am Anfang der Broschüre als Motto aus. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Prozess in Form eines sogenannten "Grünbuchs" konkret darzustellen. Es soll im Frühjahr 2016 vorgelegt werden.  

Mehr Akzeptanz und Transparenz

Mit zahlreichen Initiativen und persönlichem Einsatz wolle er "Brücken bauen zwischen Landwirten und Verbrauchern - für ein besseres Verständnis, für eine größere Akzeptanz und für mehr Transparenz", kündigt Schmidt an. Als Schwerpunkte in der Bilanz genannt werden die im September 2014 gestartete Initiative Tierwohl des BMEL sowie der flächendeckende Verzicht auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland. Ein großer Erfolg seien auch die Bemühungen zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung. Dazu habe die 16. Änderung des Arzneimittelgesetzes entscheidend beigetragen.

Nachhaltige Landwirtsschaft weltweit stärken

Agrarpolitik leiste auch einen Beitrag zur Friedenssicherung, heißt es in der Broschüre. In diesem Zusammenhang weist das BMEL auf das Schwerpunktthema des "Global Forum for Food and Agriculture" (GFFA) auf der im Januar 2016 stattfindenden Internationalen Grünen Woche in Berlin hin. Das BMEL setze sich weltweit für die Stärkung einer nachhaltigen Landwirtschaft und einer funktionierenden Wertschöpfungskette ein. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sei dabei ein strategisch wichtiger Partner, der vom BMEL über Pilotprojekte in ausgewählten Partnerländern unterstützt werde. Dieses Engagement sei mit Blick auf die Unruheherde der Welt, humanitäre Katastrophen und den daraus resultierenden Flüchtlingsströmen aktueller denn je, betont das BMEL in der Broschüre. (jst)
 
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