Meinungsaustausch

Schmidt reist nach Paris

Zu einem bilateralen Gespräch mit seinem französischen Amtskollegen Stéphane Le Foll ist Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt gestern Abend in Paris eingetroffen. Unter anderem wurde die Haltung beider Länder zum Vorschlag der EU-Kommission zur Revision der EU-Ökoverordnung diskutiert, berichtet das Bundesagrarministerium (BMEL).

Kritisch sahen beide Minister laut BMEL die Vielzahl der von der EU-Kommission vorgesehenen delegierten Rechtsakte und die Ausgliederung der Bestimmungen zur Bio-Kontrolle. Schmidt und Le Foll wollen gemeinsam vorgehen, wenn es um den künftigen Rechtsrahmen für den ökologischen Landbau in Europa geht: „Wir haben eine gemeinsame Position. Ein Schulterschluss zwischen Frankreich und Deutschland hat im Rat ein enormes Gewicht. Wir dürfen nicht riskieren, dass die Unternehmen reihenweise aus dem ökologischen Landbau aussteigen, weil sie die überzogenen Anforderungen nicht mehr erfüllen können."

Die Ressortchefs erörterten auch Maßnahmen zum Umgang mit dem russischen Importstopp für Agrarprodukte aus der EU. „Wir sind solidarisch mit den betroffenen Staaten. Sofern weitere Maßnahmen notwendig sind, sollten diese am Exportanteil nach Russland ansetzen und sich unmittelbar auf die Einkommenssituation der Landwirte auswirken", so Schmidt. Er unterstütze daher den Vorschlag der EU-Kommission, Hilfsmaßnahmen eng auf Produktgruppen und regional zu begrenzen. (Sz)
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