Milch-Exportgipfel

Schmidt setzt auf kaufkräftige Drittstaaten


Weiterhin werde eine stringente Exportorientierung benötigt, stellte Bundesagrarminister Schmidt seine Linie auf dem Exportgipfel klar. Der Export sei und bleibe Aufgabe der Wirtschaft, diese müsse ihre Aktivitäten auf die Anforderungen an den internationalen Märkten ausrichten. Zuvor hatte ein Bündnis aus Nicht-Regierungsorganisation die Exportorientierung der Agrarpolitik heftig kritisiert: Die Ausfuhr etwa von Standard-Milchprodukten sei nicht geeignet, um die Preiskrise im Inland zu überwinden, so ihre Auffassung.

Ansatzpunkte, um die Ausfuhr von Agrarprodukten weiter anzukurbeln, sieht Schmidt in seinem Haus in der flankierenden Unterstützung von Marketing-Aktivitäten im In- und Ausland. Mit einer neu geschaffenen Stabsstelle im Ministerium sei eine zentrale Anlaufstelle für Exportfragen der Wirtschaft geschaffen worden.

Der Minister weist darauf hin, dass Schwerpunkt der Exportförderung des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) die kaufkräftigen und wachstumsstarken Zukunftsmärkte in Drittländern seien. Weniger entwickelte Länder seien dabei nicht im Fokus, vielmehr würden diese durch eigenständige Förderprogramme beim Aufbau ihrer eigenen Landwirtschaft unterstützt.

An den heutige Gesprächen sind Vertreter verschiedener Verbände beteilgt. Mit ihnen wolle er sich darüber verständigen, auf welche Weise Exportaktivitäten noch besser verzahnt und gebündelt werden können, so Schmidt. (jst)
stats