Amtsübernahme

Schmidt setzt globale Akzente

Der 56-jährige Jurist aus Mittelfranken freut sich "auf die spannenden Aufgaben des Hauses", wie er am Dienstag bei der Übernahme seines neuen Amtes als Bundeslandwirtschaftsminister in Berlin mitteilte. Es sei ihm "wichtig, die ländlichen Räume zu stärken" und er nannte das Bundeslandwirtschaftsministerium ein "Schlüsselressort für die Zukunft der ländlichen Räume".

Zudem wolle der CSU-Politiker Schmidt, der zuletzt in der Großen Koalition das Amt des Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesentwicklungsministerium innehatte, "den Blick auf unsere internationale Verantwortung im Ernährungsbereich lenken". Der neue Bundesagrarminister betonte, er übernehme von seinem Vorgänger Dr. Hans-Peter Friedrich "ein hervorragend bestelltes Haus".

Vertreter der Agrarwirtschaft äußerten zuvor im Gespräch mit agrarzeitung.de die Hoffnung, dass der neue Minister sich ebenfalls der Stärkung der ländlichen Räume verschreiben würde. "Die Agrarwirtschaft ist einer der wenigen verbleibenden Wirtschaftsfaktoren in ländlichen Gebieten", sagte etwa Robert Künzel, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA).

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), signalisierte anlässlich der Amtsübernahme Schmidts, dass er gerne gemeinsam mit dem neuen Minister "für die Landwirtschaft und die ländlichen Räume" arbeiten wolle. Er forderte gleichzeitig agrarpolitische Rahmenbedingungen, die den Betrieben Entwicklungsperspektiven sicherten und Investitionsmöglichkeiten schafften.

Friedrich seinerseits dankte seinen Mitarbeitern, die ihm eine schnelle Einarbeitung ermöglicht hätten. Er wünschte seinem Nachfolger viel Erfolg bei den "Herausforderungen" rund um die Stärkung des ländlichen Raumes. (pio)
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