Niedersächsische Geflügelwirtschaft

Schmidt sieht sich als Partner


„Mein Ziel ist es, dass wir unsere qualitativ hochwertigen Lebensmittel in Deutschland produzieren, dass Tierwohl zu einem Vermarktungsargument für unsere Lebensmittel wird und dass wir die Arbeitsplätze bei uns in Deutschland halten“, erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) heute bei einer Tagung der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft (NGW) in Hannover.

Deswegen setze er bei der Initiative „Eine Frage der Haltung. Neue Wege für mehr Tierwohl“ auf eine Mischung aus freiwilligen Vereinbarungen, innovativer Forschung und, wo es notwendig ist, auf gesetzliche Regelungen. Mit der Geflügelwirtschaft habe er vereinbart ab August 2016 in den Legehennen-Brütereien auf das Schnäbelkürzen zu verzichten. „Damit hat die Branche gezeigt, dass wir beim zentralen Thema Tierwohl gemeinsam an einem Strang ziehen“, sagte Schmidt.

NGW-Vorsitzende Friedrich-Otto Ripke, bat den Minister um Unterstützung, bei der europäischen Harmonisierung der Gesetzgebung und der kurzfristigen Durchsetzung von kostendeckenden Tierschutz-Mehrpreisen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. „In den nächsten Jahren des Überganges zu mehr Tierschutz in unseren Ställen brauchen wir auch staatliche Unterstützung bei der Umsetzung einer effektiven Spezialberatung und bei der Finanzierung intensiver Öffentlichkeitsarbeit direkt auf unseren Höfen“, forderte Ripke. „Wir brauchen nicht mehr Auflagen, sondern mehr Zulagen und wir brauchen auch mehr öffentliche politische Zustimmung für unseren engagierten Einsatz für mehr Tierschutz“, so der abschließende Appell des NGW-Vorsitzenden an den Bundesminister. (az)
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