Tierwohl

Schmidt will Maßnahmen bündeln

Landwirtschaftminister Schmidt nimmt sich des Tierwohls an
-- , Foto: Ministerium
Landwirtschaftminister Schmidt nimmt sich des Tierwohls an

Schmidt greift die kritische Diskussion zur Tierhaltung auf und will nun mit Erzeugern, Verbrauchern, Ethikern, Kirchen, der Wissenschaft, Tierschützern und dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) sprechen. Dazu kündigte er im Interview mit der Mittelbayerischen Zeitung einen Runden Tisch an. Es gehe darum, „alle Maßnahmen zu bündeln, um das Tierwohl zu stärken und den Bedürfnissen der Verbraucher gerecht zu werden“, so der CSU-Politiker.

Bei der Massentierhaltung ist es nach den Worten von Schmidt nicht von der Hand zu weisen, „dass es in viehdichten Regionen immer auch zu Geruchsbelästigungen für die Anwohner“ kommen könne. „Aber entscheidend ist nicht allein die Anzahl der Tiere, die in einer Anlage gehalten werden", so Schmidt.

Der Minister bezieht sich auf den Koalitionsvertrag, in dem die schwarz-rote Regierung eine nationale Tierwohl-Offensive angekündigt hat. Diese will Schmidt nun auf den Weg bringen. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Tierwohl-Initiative der Branche, die von der QS GmbH koordiniert wird.

In der Tierwohl-Offensive unter Federführung des Bundesagrarministeriums (BMEL) sollen alle Maßnahmen, die unter das Tiergesundheitsgesetz und Tierarzneimittelrecht fallen, sinnvoll unter einem einheitlichen Rechtsrahmen zusammengeführt werden.  Gleichzeitig erarbeitet das BMEL ein bundeseinheitliches Prüf- und Zulassungsverfahren für Tierhaltungssysteme, erläuterte ein Sprecher der CDU/CSU-Fraktion gegenüber agrarzeitung.de. (da)
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