GAP-Reform

Schmidt will kleine Betriebe stärken

Bei der von EU-Kommissar Phil Hogan geplanten Modernisierung und Vereinfachung der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) müsse dafür gesorgt werden, dass die Direktzahlungen vor allem die kleinen und mittleren Familienbetriebe sowie tierhaltende Betriebe stärken. Das forderte Bundesagrarminister Christian Schmidt anlässlich eines Treffens mit seiner spanischen Amtskollegin Isabel García Tejerina in Madrid.

Für ihn stehe der Erhalt einer starken, finanziell gut ausgestatteten GAP mit zwei Säulen und damit der Erhalt von Lebensperspektiven der Menschen in ländlichen Räumen im Vordergrund. Der CDU-Politiker sprach sich außerdem für eine spürbare Vereinfachung der GAP, durch weniger Detailregelungen und durch eine bessere Aufgabenteilung zwischen EU und Mitgliedstaaten aus.

Der Brexit und der künftige Finanzrahmen nach 2020 werden die Leitplanken für die zukünftige GAP bilden, so Schmidt. Die landwirtschaftlichen Betriebe müssten für die großen Herausforderungen Klimawandel, Umwelt- und Naturschutz, Sicherung der Einkommen, gesellschaftlich akzeptierte Tierhaltung, demografischer Wandel und im Umgang mit volatilen Preisen und Risiken fit gemacht werden. (SB)
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