TTIP-Debatte

Schmidt wirbt für mehr Verständnis

Die geplante Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP)  erschließe Exportchancen, ohne am Niveau des deutschen Verbraucherschutzes zu rütteln. „Ich sehe nicht, warum es nicht gelingen sollte, Wirtschaftsperspektiven und Verbraucherschutz gleichermaßen zu sichern", sagte Schmidt in dieser Woche anlässlich eines Workshops seines Ministeriums in Berlin. „Jeder, der Lebensmittel nach Europa exportiert, muss sich jetzt und auch in Zukunft an unsere europäischen Vorgaben für die Erzeugung von Lebensmitteln halten", betonte der Bundeslandwirtschaftsminister.

Gleichzeitig widersprach Schmidt häufig geäußerten Vorwürfen, dass die Lebensmittelsicherheit in den USA dem freien Spiel der Kräfte ausgesetzt sei. „In Teilen sind deren Vorgaben strenger als unsere", ist seine Beobachtung. Auch die USA hätten das Ziel, die Gesundheit ihrer Verbraucher so gut wie möglich zu schützen. Nur die Wege seien andere, so der Minister. Er warb vor diesem Hintergrund wiederholt für eine Versachlichung der Debatte. Eine Laisser-faire-Einstellung sei ebenso unangebracht wie Angstmacherei.

Die Verhandlungen über ein europäisch-amerikanisches Freihandelsabkommen laufen seit Juli 2013. Ein Abschluss der Verhandlungen wird bis Ende 2015 angestrebt. (db)
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