Der Schnabel soll in voller Länge erhalten bleiben.
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Der Schnabel soll in voller Länge erhalten bleiben.

Beim umstrittenen Schnabelkürzen gibt es jetzt einen Durchbruch. Wie das Agrarministerium in Niedersachsen mitteilt, habe der "Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen" (KAT) seine 2.500 Mitgliedsbetriebe in einem Schreiben darüber informiert, dass das Verbot des Schnabelkürzens von Legehennen ab 2017  für alle KAT-zertifizierten Betriebe gelten solle. KAT bittet weiterhin, dass sich alle Betriebe rechtzeitig auf die Umstellung der Herden vorbereiten.

Vorreiter für die jetzige Einigung waren die Länder Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Hier gibt es bereits den Erlass, dass das Schnabelkürzen ab 2017 verboten wird. Nun freut sich Christian Meyer (Bündnis90/Die Grünen), Agrarminister in Niedersachsen, dass mit der nun erzielten Einigung das Schnabelkürzen bei Hühnern ab 2017 auch bundesweit in Deutschland sowie in den Niederlanden und anderen Ländern eingestellt wird. 

Das Verbot gilt für alle KAT-zertifizierten Betriebe, die Eier an deutsche Supermarktketten verkaufen. Betroffen sind 60 bis 70 Millionen Hennen in 5.000 Ställen in Deutschland und den Niederlanden.

Niedersachsens Landwirtschaftsminister hatte in monatelangen Gesprächen sowohl mit dem Einzelhandel als auch mit KAT auf diesen Beschluss hingewirkt. An den Gesprächen haben unter anderem auch Edeka, Rewe, Aldi und Lidl sowie KAT teilgenommen. Ebenso führte der Minister Verhandlungen mit Tierschutzverbänden zur Akzeptanz der Entscheidung. (da)
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